Suchen, sammeln, fördern

Ferdinand d'Onofrio: Transfer No 1;

Sie sind rar geworden in diesen Zeiten – die geistigen Nachfahren des Römers Maecenas, der vor gut 2.000 Jahren Kunst und Künstler förderte, ohne dabei auf seinen eigenen wirtschaftlichen “Mehrwert” zu schielen.

Umso wichtiger also, die wenigen Sammler und Förderer der Gegenwart vor den Vorhang zu holen: Die Stadtgalerie Lehen widmet eine erste und umfangreiche Schau dem Sammler Ernst-Alexander Maier (1947 – 2001). Maier war es ein persönliches Anliegen, Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sei es als Förderer der SZENE Salzburg, als Unterstützer junger Musiker oder als Kunstsammler – bei ihm ging es stets um Mäzenatentum.

Ein Schwerpunkt seiner Sammlung liegt auf Kunst nach 1945. Die Stadtgalerie Lehen präsentiert von 7. Juli (Vernissage 6.7., 19 Uhr) bis 19. August Arbeiten aus der Sammlung Maier von Valentin Oman, Ernst Len, Fernand d’Onofrio, Sati Zech, Franco Kappl, Otto Beckmann und K. M. Rennertz.

Viele der auch in der Sammlung vertretenen Künstler, wie Giselbert Hoke, Hans Bischoffshausen, Franco Kappl, Friedensreich Hundertwasser, Kiki Kogelnik, Ernst Len, Jürgen Messensee, Valentin Oman, Markus Prachensky, Hans Staudacher, Fernand d’Onofrio, Otto Beckmann, Karl Manfred Rennertz, Sati Zech verweisen nach Kärnten, woher ein Gutteil der bedeutendsten Vertreter der österreichischen Nachkriegsmoderne stammt.

Abstraktion, Leere, Distanz und Individualismus sind prägende Begriffe und die Künstler meist Garanten für Kunstskandale, weil in den 50erJahren „die Leute Leere einfach nicht aushielten“.

Ihre Sinnbestimmung erhält die Sammlung in der EMCO Privatklink – im Diskurs mit Patienten und Besuchern.