FARM DER TIERE

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NIE MEHR AUSBEUTUNG! Eine Revolution liegt in der Luft. In der Not vertreiben die Tiere den Farmer Jones von seinem Hof. Ab jetzt sollen alle frei, gleichberechtigt und friedlich leben können. Zum Wohle aller übernehmen die Schweine die Organisation und gemeinsam wird enthusiastisch geplant, gearbeitet, gesät, geerntet.

Jetzt arbeiten die Tiere schließlich für sich selbst. Die erste eigene Ernte gelingt. Doch die Demokratie strengt an, Versammlungen sind mühsam, deshalb wird nur allzu gerne das Denken an die Schweine abgegeben. Immer mehr verdrehen diese die Wahrheit und nutzen ihre Macht aus, bis sie schleichend eine Gewaltherrschaft errichtet haben, die schlimmer ist als alles, was die Tiere bisher erleben mussten.

George Orwell stellt in seinem als Märchen titulierten Roman »Farm der Tiere« den Verlauf einer Revolution dar, an deren erschreckendem Ende aber nicht die Befreiung aller steht, sondern die Herrschaft derer, die die Revolution angeführt haben. Doch die Mechanismen sind allgemeingültig, das Prinzip wiederholt sich immer wieder, womit Orwells Fabel hoch aktuelle Fragen aufwirft. Was führt zum Aufstand? Was sind Grundbedingungen eines würdigen Lebens? Was bedeuten Gleichheit und gleiche Rechte? Und an welchem System scheitern die Revolutionen, die dieses eigentlich abschaffen wollen?

George Orwell (1903–1950) gilt als einer der bedeutendsten englischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Als Autor, Essayist und Journalist wurde er durch seine Werke »Farm der Tiere« (1945) und »1984« (1949) weltbekannt. Orwells Abneigung gegen jede Art von Unterdrückung prägte bereits seine frühen Werke. In seinen beiden Romanen zeichnet er mit analytischer Schärfe düstere Bilder totalitärer Staaten.

Oliver Wronka arbeitet seit 2014 als freischaffender Regisseur und Autor. Er wurde an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ausgebildet und übernahm 2009 seine erste Regiearbeit für das Junge Staatstheater Wiesbaden. Von 2010 bis 2014 war er dessen Leiter und inszenierte dort viele Stücke für Kinder und Jugendliche, darunter das jährliche Weihnachtsmärchen.

Dauer: ca. 85 min / keine Pause

Im Anschluss an jede Vorstellung findet ein max. 30-minütiges Nachgespräch statt.