Auf Irrfahrt mit Markaris

R. Mosimann/Literaturhaus

Der alte Bettwarenhändler Odysseus hat niemanden mehr außer seinen Katzen. Als eine von ihnen stirbt, beschließt er, die übrigen ins Tierheim zu geben, Athen den Rücken zu kehren und seine letzten Lebensjahre in seiner geliebten Heimatstadt Istanbul zu verbringen. Doch als er dort ankommt, ist er nicht erwünscht.

In seinem neuen Buch “Der Tod des Odysseus” erzählt der große griechische Krimiautor Petros Markaris sieben Geschichten über Irrfahrer und Glückssucher in Griechenland, Deutschland und in der Türkei. Er versetzt den Mythos von der Irrfahrt des Odysseus in unsere Zeit. Die vorliegenden Geschichten handeln von Menschen, die wie der antike Held in der Fremde unterwegs sind, viele Prüfungen zu bestehen haben, dem Sirenengesang der Hoffnung lauschen und brutalen Widersachern ausgesetzt sind. Doch nicht nur unterwegs, sondern auch in der Heimat lauert Gefahr.

In zwei Fällen ermittelt Kostas Charitos in Athen und stellt erstaunt fest, dass die griechische Kulturszene von Neidern und Verbrechern durchdrungen ist. Wieder einmal beweist der Kommissar, dass finstere Zeiten nur mit Humor und Zusammenhalt zu überstehen sind.

Im Gespräch mit Gerhard Rettenegger und in seiner Lesung stellt Markaris den neuen Band vor.